Clickertraining!?

Clickern wird als eine Trainingsform zur positiven Bestärkung erwünschten Verhaltens definiert und basiert auf wissenschaftliche Erkenntnisse der Verhaltensforschung.

Das Stichwort ist „Operante Konditionierung“, was im Alltag so viel wie „Lernen am Erfolg“ bedeutet und von B.F. Skinner entdeckt wurde. B.F. Skinner war ein US-amerikanischer Psychologe und bewies seine Theorie, dass wenn ein Lebewesen eine natürliche, zufällig entstandende Reaktion (ohne Eingreifen von Außen) zeigt und diese dann auf einen Beweggrund trifft, warum es sich lohnt diese Reaktion zu wiederholen (Clicker + Belohnung), dann wird das Verhalten bestärkt -> Verhaltensverstärkung .

Aufgebaut hat Skinner seine Theorien aber auf die Ergebnisse von Thorndike, der Forschungen vor Skinner aufgestellt hat, und ebenfalls US-amerikanischer Psychologe von Beruf war. Er entdeckte, dass wenn auf ein zufälliges Verhalten eine Belohnung folgt, eine Festigung oder eine Verstärkung des Verhaltens auftritt.

Um zu Clickern braucht es nicht viel – nur einen Clicker und eine Belohnungsform:

Ein Clicker ist ein Plastikgehäuse mit einem Metallblatt oder einem Plastikknopf. Es geht darum, dass es ein immer gleichklingendes Geräusch erzeugt, vermutlich könnte man auch zum Beispiel einen Kugelschreiber nehmen und herunterdrücken.

Das Schöne am Clickern ist, dass Jeder es lernen kann und es überhaupt nicht schwer ist:

Wichtig zu beachten ist, dass der Click KEINE Belohnung an sich ist. Auf den Click folgt IMMER eine Belohnung, auch wenn man aus Versehen geclickt hat oder das Pferd gerade schon dabei ist, wieder etwas zu machen, was man eigentlich nicht bestärken wollte. Der Clicker ist also eine Ankündigung der Belohnung, weil ein Pferd einen Gedächtnisspeicher von 2 Sekunden hat. Das bedeutet, dass es Belohnungen nur mit dem Gemachten von vor 2 Sekunden in Verbindung bringen kann. Mit dem Clicker können wir so viel genauer dem Pferd zeigen: „Hey! Das gerade hast du super gemacht! Du bekommst dafür jetzt deine Belohnung!“ und damit den Gedächtnisspeicher überlisten,somit das Pferd dann weiß, dass es Dinge richtig macht, wenn es den Click hört, sofern darauf eine Belohnung folgt. Belohnungen können ganz im Sinne des Pferdes gehandhabt werden: Leckerlie, Lieblings-Kraulstelle oder auch beispielsweise ein Ball-Spiel. Alles das, was das Pferde-Herz begehrt und es glücklich macht. Das setzt voraus, dass das Timing beachtet wird und schnell geclickt wird. Nach ein paar Mal üben sollte das aber keine große Schwierigkeit mehr sein und das „Drücken“ des Clickerblattes wird nicht mehr ungewohnt sein.

Clickern bringt absolute Freude!

Clickern bedeutet: Trainieren mit positiver Verstärkung! Das Richtige zu belohnen, anstatt das Falsche zu bestrafen! Das führt unter Anderem zu schnellen Lernerfolgen.

Wisst ihr, was auch noch toll am Clicker ist außer dem Lernen ohne Frustration und Unlust und dem gemeinsamen Spaß!? Der Mensch achtet nicht (mehr) auf die Fehler und Dinge, die das Pferd falsch macht, sondern konzentriert sich voll und ganz auf das Positive – Der Mensch lernt umzudenken!

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