Die Übermotivation, der Tatendrang und das „SEIN“

Bei uns strahlt die Sonne im Moment so wunderschön und Alle – Mensch und Tier – sind richtig gut gelaunt, wollen möglichst viel unternehmen und die Sonnenstrahlen einfangen! Wer weiß, ob der Winter nicht doch noch wieder zurückkommt?!

Bei so viel Tatendrang kann man doch glatt den eigentlichen Sinn des „Gut-gelaunt-Seins“ vergessen, geht es euch nicht auch so!? Ich vergesse manchmal einfach zu genießen. Und dieses „Gute-Laune-Wetter“ und die damit verbinde Motivation kann uns manchmal die schönsten Stunden geben, aber wenn man nicht aufpasst, auch zum „Verhängnis“ werden:

Tassi und ich schlendern beispielsweise gerade nebeneinander her und ich schließe meine Augen, atme hörbar ein, nehme die Geräusche und Gerüche um mich viel stärker war und lebe und genieße diesen Moment! Ein Moment, der perfekt ist! Ich verlange nichts, Tassi verlangt nicht, WIR sind wunschlos glücklich und genießen!

Dann gibt es aber ebenso auch Momente, in denen wir Beide voller Tatendrang stecken und uns Beiden immer mehr zeigen und bewiesen wollen 😀 . „Schau mal Caro, wie weit ich schon nach unten, zwischen meine Beine, komme.“ Oder „Siehst du wie schwungvoll ich meine Beine schmeißen kann? Hast du das schon jemals so gesehen?“ sind Dinge, die Tassi mir mit ihren Blicken sagen möchte. Sie möchte einfach gefallen! Darüber freue ich mich unglaublich stark – das möchte ich gar nicht abstreiten.

Trotzdem dreht man irgendwann so gewaltig auf, dass man das Genießen völlig vergisst und somit auch die mentale Verbindung verliert. Jedenfalls ist es zeitweilig bei uns so. Wir vergessen zu „sein“ – füreinander da zu sein und miteinander zu kommunizieren.

Genießt eure Zeit zusammen, kuschelt, knuddelt und habt euch lieb!

Genießt eure Zeit zusammen, kuschelt, knuddelt und habt euch lieb!

Ich finde es viel wichtiger einfach zusammen zu sitzen, sich lieb zu haben, miteinander zu albern und den lieben netten Tatendrang für den heutigen Tag zuhause zu lassen! Unseren wohlgeschmiedeten Plan, was man denn heute alles machen kann, zu verwerfen und einfach genießen, die Gemeinsamkeit spüren und zu „sein“.

Dazu fällt mir auch eine Geschichte vom letzten Wochenende ein:

Die ersten Sonnenstrahlen trauten sich für dieses Jahr auf die Erde und es war herrlich. Die Vögel zwitscherten, es wehte ein leichter kühler Wind, die Pferde knabberten genüsslich draußen an ihren Heunetzen (oder schlabberten ihren Eimer Heucobs leer) und haben die wohligen Verhältnisse tiefenentspannt auf sich wirken lassen. Ich wollte eigentlich mit Tassi spazieren gehen, aber ich wollte diesen wunderschönen Anblick von den zwei halb schlafenden, halb fressenden, Pferden nicht zerstören. Also beschloss ich ganz nach dem Motto: ,Ich kann mir von Pferden immer eine Scheibe abschneiden und von ihnen lernen!‘ mir meinen Liegestuhl in den Paddock zu bugsieren und mich ebenfalls in der Sonne auszuruhen. Was soll ich sagen!? Mir tat das beieinander Sein – ohne etwas zu wollen – so gut, dass ich doch glatt eingeschlafen bin! Das gleichmäßige Kauen, das zufriedene Schnauben, die Wärme auf meinem Gesicht. All das war Balsam für meine Seele und führte dazu mich vollends loszulassen und mich in die Hände meiner Pferde zu geben…

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