Freien Kopf bekommen – aber auch haben?

In den letzten Wochen klappte gar nichts wirklich beim Clickern, nur noch meistens das Anhalten im Gelände, was wir momentan üben. Tassi gab sich zwar Mühe ihre Unmotivation nicht allzu groß werden zu lassen, dennoch konnte sie sich kaum konzentrieren und alles, was ich machen wollte, war langweilig.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber auch viel mehr Lust auf spazieren gehen – Ich war auch unmotiviert und dachte deshalb, Tassi wäre es auch. Dass es gar nicht so war, brauchte es ein paar Wochen bis ich begriff!

Man müsste jetzt vermuten: Caro glücklich + Tassi glücklich = Alles super !

Nein!

Mein Kopf war nämlich im Dauer-Hektik-Zustand, ohne abschalten zu können! Davon habe ich selber viel zu wenig mitbekommen, dass ich es hätte ändern können. So konnte ich bei Tassi zwar entspannen und runterkommen, aber das war nur „oberflächlich“. Sobald ich wieder in den „unpferdischen“ Alltag zurückkehrte, fing diese Last, die auf mir saß, wieder an mich unter Stress zu setzen.


Bis zu jenem Donnerstag, der meinen Kopf wieder voller Erkenntnisse bringen sollte:

An diesem Tag war mein Kopf leer! Ich hatte keine unter Druck setzenden Gedanken mehr in meinem Kopf – es hat sich frei angefühlt! Und so fühlte es sich auch bei Tassi an – frei ! Meine Gedanken wurde mehr als widergespiegelt. Sie war so motiviert und unbeschwert!

Da fiel bei mir der Groschen!

Tassi war immer motiviert, aber meine innere Unruhe und mein voller Kopf haben sie aufgehalten aus ihrer Haut zu schlüpfen, haben sie bedrückt und selbst unter innere Hektik gesetzt. Deswegen hat nichts geklappt. Es kann eigentlich nur die Lösung sein, weil man im Gelände, beim Laufen, dieses Bedrückung umgehen kann, weil man sich auf andere Dinge konzentrieren kann und da eben auch abschalten kann. Wenn ich entspannt bin, dann ist Tassi das auch. Das war allerdings nur im Gelände der Fall, dort konnte ich runterschrauben. Und so war Tassi auch immer nur für die Spaziergänge. Gibt doch alles Sinn, oder was meint ihr?

„Real freedom is in wilderness, not in civilization!“ – Charles Lindbergh

Rennen lässt so manchen Kopf wieder frei werden...

Rennen lässt so manchen Kopf wieder frei werden…

Ich verordne mir jetzt vielmehr „Abschalt-Stunden“, um mich und Tassi nicht dieser ständigen Bedrückung auszusetzen und damit wir wieder vollends durchstarten können!

Ich habe jetzt erst gemerkt, wie wichtig das ist! Gebt euch mehr Zeit, gönnt euch viel mehr Ruhe und lasst den stressigen Alltag draußen! Wir leben in einer Welt, in der wir immer erreichbar sein müssen, alles muss schnell gehen, die Zeit rennt rasend schnell, jeder geht seinen eigenen Weg und alle rennen aneinander vorbei! Kann das wirklich der Sinn des Lebens sein oder sollten wir uns dagegen wehren bzw. einfach mehr den Kopf frei schaufeln?! Ich bin für Letzteres und ich werde jetzt bewusst darauf achten, dass ich mir mehr Ruhe gönne und mich öfters mal von dem rasenden „Welt-Sog“, der mich manchmal zu verschlucken droht, abkapsel!

Genau von der selben Erkenntnis, die wir zum gleichen Zeitpunkt gemacht haben, hat Tash auf ihrem Blog berichtet.

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